Unser Turnier in den Medien

Einen Bericht zu unserem IM- Turnier findet Ihr auf:






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Mittwoch 11.07.2018

Schach
Erfolgreiche Premiere – im kommenden Jahr geht’s weiter
Text und Foto: Anne Pamperin


Organisator Eberhard Schabel und seine Helfermannschaft vom TuRa Harksheide wollen auch 2019 eine Schachwoche veranstalten.

Norderstedt. Die letzte Partie der Schachwoche des TuRa Harksheide dauerte eine gefühlte Ewigkeit. Fast fünf Stunden lang duellierten sich Benedict Krause (SK Norderstedt) und Lokalmatador Samir Sahidi im Vereinsheim am Exerzierplatz, kämpften verbissen um den letzten zu vergebenden Punkt des Turniers der Internationalen Meister. Gegen 15 Uhr war die Angelegenheit beendet, der junge TuRaner setzte sich schließlich gegen den favorisierten Kontrahenten durch.

Krause war bedient. „Ich glaube, ich brauche jetzt erst einmal eine Pause vom Schach“, sagte der 21-Jährige, der als einer der drei gestarteten Internationalen Meister zum Favoritenkreis zählte, am Ende aber hinter den Erwartungen zurückblieb und nur vier Zähler aus neun Partien erkämpfte.

Gesamtsieger Jakob Pajeken konnten dagegen gar nicht genug vom Spiel der Könige bekommen und „daddelte“ auch nach seinem letztem Match noch fröhlich weiter. „Na ja, das ist jetzt aber ganz niedriges Niveau“, sagte der 14-Jährige, der während des Turniers Schach vom Allerfeinsten geboten hatte und damit sogar seinen Vater, Mitorganisator Wolfgang Pajeken, verblüffte.
Ein 14-Jähriger behauptet sich gegen die Favoriten

Statt die letzten Tage vor den Ferien im Gymnasium Hoheluft zu verbringen, startete Jakob Pajeken in Norderstedt, um sich unter anderem gegen Benedict Krause und die anderen beiden Internationalen Meister Aljoscha Feuerstack (FC St. Pauli) und Alexander Bodnar (TuRa Harksheide) zu behaupten.

„Frei zu bekommen war kein Problem. In den letzten Tagen ist eh nicht mehr viel los in der Schule“, sagte der Teenager grinsend. Mit einer Leistungskennziffer (ELO-Zahl) von 2235 gehörte er zwar nicht zu den Favoriten, steigerte sich aber von Tag zu Tag und hatte nach neun Partien sechs Siege und zwei Remis auf dem Konto.

Pajeken gewann nicht nur das erste IM-Turnier des TuRa Harksheide, sondern verbesserte auch seine ELO-Zahl erheblich und holte sich die erste von drei für den IM-Titel erforderlichen Normen. „Das waren eigentlich schon meine Ziele für dieses Jahr. Jetzt muss ich mir wohl neue suchen“, sagte er.

Die nächste Herausforderung ist für ihn die heute beginnende Team-Europameisterschaft der Jugendlichen in Bad Blankenburg. Pajeken wird dort zusammen mit Alexander Riess (Lübecker SV), Luis Engel (Hamburger SK) und Daniel Kopylov (TuRa Harksheide/SK Norderstedt) in der Altersklasse U 18 antreten. Während Pajeken nach seinem Turniersieg verständlicherweise richtig gut drauf ist, haderte Kopylov ein wenig mit sich. „Ich bin nicht zufrieden“, sagte der 14-Jährige, der mit 2,5 Zählern Neunter wurde.

Wie Jakob Pajeken erspielte sich auch Julia Antolak, die für TuRa in der Frauen-Bundesliga antritt, eine Norm. Die 18 Jahre alte Polin darf in Zukunft den Titel WIM (Woman International Master) tragen. Sie sitzt in Bad Blankenburg für ihr Heimatland Polen, das in der Kategorie U 18 weiblich Titelverteidiger ist, am Schachbrett.

Parallel zum IM-Turnier fand bei TuRa Harksheide auch noch ein Wettbewerb der FM (Fide-Meister) statt. Hier landeten erwartungsgemäß Holger Hebbinghaus (SK Marmstorf) und Thomas Kahlert (SK Norderstedt) vorn; Hebbinghaus holte sich mit 8,5 Punkten den Siegerpokal, Kahlert belegte mit 6,5 Zählern Rang zwei und zog zufrieden Bilanz: „Ich habe mir extra Urlaub genommen. Es hat Spaß gemacht, hier zu spielen.“

Eberhard Schabel, Organisator der TuRa-Schachwoche, freute sich nicht nur über die hochkarätig besetzten Meisterturniere, sondern auch über die gut besuchten Rahmenwettbewerbe. Jeden Tag fand im Vereinsheim eine Aktion des Projekts „Schule trifft Verein“ statt. Vor allem die Nachwuchsturniere waren gefragt. Schabel plant übrigens schon die Neuauflage der TuRa-Schachwoche. „Im kommenden Jahr werden wir aber wohl in der Himmelfahrtswoche spielen.“

Die Ergebnisse der Schachwoche, IM-Turnier: 1. Jakob Leon Pajeken (Hamburger SK/7 Punkte); 2. Aljoscha Feuerstack (FC St. Pauli/6); 3. Filip Boe Olsen (SG Turm Kiel/ 6); 4. Samir Sahidi (TuRa Harksheide/5,5); 5. Martin Kolloli (Lübecker SV/5); 6. Julia Antolak (TuRa Harksheide/4); 7. Benedict Krause (SK Norderstedt/4); 8. Fiona Sieber (AE Magdeburg/3); 9. Daniel Kopylov (TuRa Harksheide/SK Norderstedt/2,5); 10. Alexander Bodnar (TuRa Harksheide/2); FM-Turnier: 1. Holger Hebbinghaus (SK Marmstorf/8,5 Punkte); 2. Thomas Kahlert (SK Norderstedt/ 6,5), 3. Carina Brandt (TV Fischbek/5,5); 4. Artur Oganessjan (5); Alfred Parvanyan (3,5); 6. Inken Köhler (1, alle TuRa Harksheide).

Samstag 07.07.2018

Norderstedt
Showdown am Schachbrett bei TuRa Harksheide
Text: Anne Pamperin


Foto: Anne Pamperin


Benedict Krause (links, SK Norderstedt) und Aljoscha Feuerstack (FC St. Pauli) sind die Favoriten des IM-Turniers bei TuRa Harksheide. Das direkte Duell in Runde drei gewann der Hamburger Feuerstack
Schach-Turnierwoche bei TuRa Harksheide startet heute mit Norderstedter Beteiligung in die Finalrunden.
Norderstedt. Morgens nach dem Frühstück erst einmal Denksport betreiben, gehört für die Teilnehmer der Schachwoche bei TuRa Harksheide seit Montag zum Tagesprogramm. „Ich habe mir extra Urlaub genommen“, sagt Thomas Kahlert, einer der sechs Teilnehmer des Fidemeister (FM)-Turniers, das in den Räumen von Norderstedts größtem Sportverein ausgetragen wird. Kahlert, der beim SK Norderstedt die Figuren zieht, hat nach sechs Runden 4,5 Punkte auf dem Konto und liegt damit hinter Holger Hebbinghaus aus Marmstorf (5) auf Platz zwei.
Während sich im FM-Turnier die Routiniers zumindest zwischenzeitlich an die Spitze gesetzt haben, spielt beim parallel stattfindenden Turnier der Internationalen Meister (IM) der Nachwuchs groß auf. Jakob Leon Pajeken (Hamburger SK), Sohn von Mitorganisator Wolfgang Pajeken, ist zwar erst 14 Jahre alt, läuft in Norderstedt aber zur Hochform auf. Den Titel des Internationalen Meisters – dafür muss Pajeken sechs Punkte in neun Partien erkämpfen – hat er schon fast in der Tasche. Nach sechs Durchgängen steht er mit fünf Zählern an der Spitze des Feldes, zu dem auch Aljoscha Feuerstack (FC St. Pauli, ELO-Zahl: 2443) und Benedict Krause (SK Norderstedt, 2445) gehören, die bereits IM sind. Die beiden Favoriten, die aufgrund ihrer hohen Wertungszahlen ganz oben in der Meldeliste stehen, haben aber keineswegs leichtes Spiel. Feuerstack kommt nach fünf Begegnungen auf 3,5 Punkte, Krause hat drei Zähler auf dem Konto.
„In einem IM-Turnier müssen mindestens drei Teilnehmer diesen Titel bereits tragen. Die anderen können ihn sich dann durch Siege erarbeiten. Natürlich können alle ihre ELO-Zahl verbessern, im Falle einer Niederlage aber auch verschlechtern“, so Turnierleiter Eberhard Schabel.
Feuerstack und Krause trafen in Runde drei aufeinander. „In der Partie war schnell die Spannung raus, da Benedict einen Bauernverlust übersah und dann hinterher laufen musste. Aljoscha hat das Match dann mit all seiner Routine und Können gewonnen“, so Schabel, der mit dem bisherigen Verlauf der Schachwoche, die noch bis Sonntag läuft, hochzufrieden ist. „Es herrscht eine sehr angenehme Atmosphäre. Es können noch einige Teilnehmer ihre IM-Norm schaffen, was ja auch wichtig ist. Auch die Rahmenturniere sind gut besucht.“
Die letzten Partien der beiden Leistungsturniere laufen am Sonnabend (10 Uhr und 16 Uhr) und am Sonntag um 10 Uhr. Die Siegerehrung ist für 15 Uhr vorgesehen. Wer am Sonnabend am Familienturnier teilnehmen möchte, kann sich kurzfristig per E-Mail (ag.schabel@web.de) anmelden. Beginn ist um 17 Uhr. Alle Infos zur Schachwoche, Zwischenstände und Ergebnisse der einzelnen Partien sind im Internet abrufbar.
www.tura-jugendschach.de

Montag 02.07.2018

Premiere
Die erste Schachwoche des TuRa Harksheide beginnt

Anne Pamperin

Benedict Krause (21) zieht seine Figuren für den Schachklub Norderstedt

Foto: Thomas Maibom


Benedict Krause (21) zieht seine Figuren für den Schachklub Norderstedt

Bis zum kommenden Sonntag finden im Vereinsheim am Exerzierplatz mehrere Turniere mit hochkarätiger Beteiligung statt.

Norderstedt. Dass man beim Sport ins Schwitzen kommt, ist nicht weiter ungewöhnlich. Anders als bei den hauptsächlich körperlich Aktiven rauchen bei den Schachspielerin allerdings meistens nur die Köpfe. Das könnte sich in dieser Woche durchaus ändern, denn angesichts der hochsommerlichen Außentemperaturen dürfte auch die Schachwoche im Sportlerheim des TuRa Harksheide eine heiße Angelegenheit werden.

Von heute an bis einschließlich Sonntag, 8. Juli, richtet TuRa erstmals Spitzenschachturniere aus und erwartet unter anderem Denksportler aus der Ukraine, Armenien, Polen, Dänemark, der Slowakei und Deutschland.

Spartenleiter Eberhard Schabel hatte schon länger die Idee, in Norderstedt Wettbewerbe auf höchstem Niveau anzubieten. „Unsere Jugendlichen haben sich schachlich sehr gut entwickelt. Wir wollen ihnen deswegen eine Möglichkeit bieten, sich quasi vor der Haustür mit hochkarätigen Konkurrenten zu messen. Wolfgang Pajeken, Trainer beim Deutschen Schachbund, hat uns dann angeboten, bei der Organisation zu helfen.“

Im Mittelpunkt der Schachwoche stehen das Turnier der Internationalen Meister sowie der ELO-Wettbewerb der Fide-Meister. Schabel: „Bei der Auswahl der Teilnehmer haben wir vorrangig darauf geachtet, dass diese einen regionalen Bezug zu Norderstedt haben.“
Benedict Krause geht mit der höchsten ELO-Zahl ans Brett

Zu den Favoriten auf den Sieg gehören Benedict Krause (SK Norderstedt/ELO-Zahl 2445) und Aljoscha Feuerstack (2443). Beide sind Internationale Meister; Krause hat in der abgelaufenen Bundesligasaion 5,5 Punkte aus 15 Partien geholt, der einstige SKN-Akteur Feuerstack spielt mittlerweile für den
FC St. Pauli. „Aljoscha war zudem zweimal als Trainer eines TuRa-Mädchen­teams bei Deutschen Meisterschaften dabei“, sagt Eberhard Schabel.

Die beiden Topleute treffen in der dritten Runde (Dienstag, 16 Uhr) zu ihrem mit Spannung erwarteten Duell aufeinander. Dritter IM im Teilnehmerfeld ist Alexander Bodnar, der seit 2005 als Trainer bei TuRa Harksheide tätig ist. Außerdem sind sieben Talente des gastgebenden Vereins und aus anderen regionalen Clubs dabei.

Die Youngster nutzen die Duelle auch als Vorbereitung auf die bevorstehende Jugend-Team-Europameisterschaft, die vom 11. bis 18. Juli in Bad Blankenburg stattfindet. Für Deutschland gehen dann Fiona Sieber (AE Magdeburg), Leon Jakob Pajeken (Hamburger SK) und Daniel Kopylov (TuRa Harksheide) an den Start.

Zu diesem Trio gesellen sich beim IM-Turnier auch noch die Polin Julia Antolak und Samir Sahidi aus der Slowakei. Beide starten seit 2017 für TuRa. Der Däne Filip Boe Olsen (Turm Kiel) und Martin Kolloli (Lübecker SV) komplettieren das Feld des Wettbewerbs, dessen ELO-Schnitt bei 2324 Punkten liegt.

Parallel wird im Vereinsheim auch noch ein FM (Fide-Meister)-Turnier veranstaltet, an dem unter anderem Thomas Kahlert aus der Zweitliga-Mannschaft des Schachklubs Norderstedt sowie Holger Hebbinghaus vom
SK Marmstorf teilnehmen. Ebenfalls am Start sind die Harksheider Carina Brandt, Inken Köhler, Artur Oganessjan und Alfred Parvanyan.

Kinder oder Jugendliche, die selber aktiv werden möchten, haben in dieser Woche reichlich Gelegenheit dazu. Angeboten werden täglich Wettbewerbe der Aktion „Schule trifft Verein“.

Das Ziel ist, Spitzenschach und Breitensport miteinander zu verbinden. Eberhard Schabel: „Das Vereinsheim am Exerzierplatz bietet sehr gute Rahmenbedingungen.“
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